Die Produktsuche spielt die erste Geige im Orchester der Funktionen eines Onlineshops. Je komfortabler und leistungsfähiger sie ist, desto größer der Verkaufserfolg. Dabei spielt auch die Qualität der Produktdaten eine wichtige Rolle.


Laut einer Expertenbefragung von ibi research an der Universität Regensburg, die eCube unterstützt hat, ist die Suchfunktion für knapp 88 Prozent der Einkäufer von hoher Bedeutung. Grund genug für uns, die inhaltlichen und funktionalen Anforderungen an die Produktsuche im eCommerce näher zu beleuchten.

In den ersten beiden Teilen unserer Artikelserie ging es um die Grundlagen der Produktsuche im Online-Verkauf und verschiedene Arten von einfachen und komplexen Suchanfragen. Wir haben Ihnen gezeigt, was Onlineshops beherrschen müssen, um Nutzer beim Kauf optimal zu unterstützen.

Im Folgenden wollen wir uns zwei wichtige funktionale Voraussetzungen für eine moderne Produktsuche genauer ansehen und zeigen, warum Online-Händler ihr Augenmerk genau darauf richten sollten.

1. Intelligente Suchfunktion

Google hat mit seiner Suchmaschine Maßstäbe gesetzt, dass wirkt sich auch auf den Online-Handel im B2B aus. Käufer erwarten auch hier, von der Shop-Technologie optimal bei der Recherche von Produkten unterstützt zu werden. 

Zeit ist Geld und nichts ist für Einkäufer in Unternehmen lästiger, als eine Produktsuche, die einen nicht versteht. Ein Shop muss für den Käufer mitdenken, dass fordert unser Kunde Andreas Viehweger von HENKA Werkzeuge + Werkzeugmaschinen GmbH zurecht im Interview in unserem Blog:

“Im Mittelpunkt der Konzeption für unseren Shop stand von Anfang an eine intelligente Suchfunktion, mit der unsere Kunden die für sie passenden Technologien finden können. Und zwar so, dass die Suche sie bei ihrem “natürlichen” Suchverhalten unterstützt. Eine Suchfunktion soll nicht vorschreiben, wie sie zu suchen haben oder wie es das System von ihnen verlangt.” 

Das “natürliche” Suchverhalten variiert von Käufer zu Käufer, sodass Online-Händler bei der Konzeption der Produktsuche in ihrem Shop verschiedene Arten von Suchanfragen berücksichtigen müssen. Die Bandbreite reicht von sehr einfachen bis sehr komplexen Suchanfragen. 


Arten von Suchanfragen, die jeder moderne Onlineshop unterstützen sollte:

  1. Exakte Suche (“Coromill 415”)
  2. Filtern nach Produkttypen und -eigenschaften (“Planfräser”)
  3. Freie Suche nach Problemlösungen oder Anwendungen und (“Metall fräsen”)
  4. Suche nach Produkteigenschaften (“minimaler Ausschuss”)
  5. Kompatible Produkte suchen (“Zubehör Coromill 415”)
  6. Suche nach subjektiven Kriterien (“platzsparender Koffer für Planfräser”)
  7. Kein Produktbezug (“Zurücksenden”)
  8. Volltextsuche

Die Königsklasse stellt die Volltextsuche dar, weil sich der Käufer idealerweise keine Gedanken machen muss, was er in die Suchmaske eingibt, um sinnvolle Suchergebnisse zu erhalten. Die Suche versteht einfach, wonach er sucht. Daran sollte jeder Online-Händler arbeiten.

Je komplexer die Suchanfragen in einem Onlineshop ausfallen, desto intelligenter muss die Suchfunktion darauf reagieren können. Die nötige “Intelligenz” bieten Software-Services wie beispielsweise die Onsite-Suche von Fact-Finder, die wir in einigen unserer Projekte einsetzen.

Produktsuche im eCommerce: Beispiel Fact-Finder 

Diese Onsite-Suche läuft nach Angaben des Anbieters in über 1.600 Onlineshops und verarbeitet im Monat über 400 Mio. Suchanfragen. Das ist eine optimale Basis dafür, dass der Service laufend trainiert und damit „intelligenter” wird. Dadurch liefert die Produktsuche auch bei sehr komplexen Suchanfragen sinnvolle Ergebnisse. Die Features der Suche lassen sich sehr einfach über vorgefertigte HTML-Bausteine oder als Services über Schnittstellen einbinden.

Unser Kunde Berner Group setzt Fact-Finder in seinen 15 Länder-Shops ein

https://youtu.be/eG-Cza7TDS8
Quelle: Berner Group, Fact-Finder

In vielen gängigen Shop-Systemen ist bereits eine Produktsuche integriert. Der Vorteil ist, das man als Händler sofort starten kann. Allerdings ist man darauf angewiesen, dass der Anbieter des Systems die Suchfunktion laufend weiterentwickelt, was nicht immer selbstverständlich ist.

Der Vorteil einer Suchfunktion als Service, liegt darin, dass man die Funktion bei Bedarf gegen einen leistungsfähigeren Service austauschen kann. Weil er einfach über Standardschnittstellen in ein vorhandenes System integriert wird, haben Sie die Möglichkeit, stets die neueste Technologie in Ihrem Online-Verkauf einzusetzen.


Tipp: Wenn Sie sich entscheiden, eine Produktsuche als Service in Ihren Online-Shop einzubauen, nutzen Sie die Gelegenheit, auch andere Funktionen auf den Prüfstand zu stellen. Funktionen wie Content-Management, Pricing-Engine und Produktdatenkonsolidierung lassen sich ebenfalls in Form von Services in Ihr System integrieren. So halten Sie Ihren Shop für Ihre Kunden attraktiv.



2. Hochwertige Produktdaten

Neben der reinen Funktionalität braucht eine leistungsfähige Produktsuche im eCommerce auch Produktdaten von hoher Qualität, um den Erwartungen der Käufer gerecht zu werden. Produktdaten sind quasi der Treibstoff für Ihre Suchfunktion; diese müssen so aufbereitet sein, dass die Suchalgorithmen auch bei komplexen Suchanfragen optimale Ergebnisse liefern können. 

Um dies zu erreichen, werden bei unserem Kunden Henka die Produktdaten für den Online-Verkauf automatisiert angereichert und aufbereitet, wir nennen das Product Data Consolidation.

Neben den Stammdaten zu einem Produkt, sind für die Qualität der Produktsuche im eCommerce vor allem hochwertige Metadaten von Bedeutung. Diese liefern die “Regieanweisungen” für die Algorithmen der Suchfunktion. Je “breiter” die Beschreibung der Produkte in den Metadaten angelegt ist, desto eher ist der Filtermechanismus in der Lage, auf unterschiedliche Arten von Suchanfragen optimal zu reagieren.

eCube hat ein Tool entwickelt, mit dem Sie Schwachstellen in Ihren Produktdaten identifizieren und für die Produktsuche sowie die optimale Darstellung der Produkte in Ihrem Onlineshop automatisiert aufbereiten können.

Gerne zeigen wir Ihnen in einer Online-Demo, wie Sie die Aufbereitung ihrer Produktdaten auf die nächste Stufe zu heben. Jetzt unverbindlich Termin anfragen.


Produktdaten, Produktsuche und Software-Systeme – drei Themen, die Online-Händler bewegen. Wir werfen einen Blick auf die aktuelle Studie von ibi Research und zeigen, welche Stellschrauben Sie drehen können, um Ihren eCommerce fit für die Zukunft zu machen.

eCommerce wird erwachsen

Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Expertenbefragung von ibi research, die eCube unterstützt hat. 82 Prozent der Unternehmen verkaufen bereits im Internet – jedes Fünfte generiert dort mehr als 50 Prozent seines Umsatzes. Darin sind sich die befragten Händler einig: Online-Vertriebskanäle werden in den nächsten fünf Jahre an Bedeutung gewinnen.


Jetzt vollständige Studie B2B eCommerce 2020 runterladen


Wir wollen uns im Folgenden drei Themenbereiche aus dieser Studie genauer ansehen, die aus unserer Sicht für den Erfolg im Online-Handel entscheidend. Sie sollten diese Themen bei der Weiterentwicklung von eCommerce besonders berücksichtigt:

  • Produktdaten, ihre Qualität spielt nicht nur für die Darstellung von Produkten eine Rolle, sondern entscheidet auch darüber, ob wichtige Shop-Funktionen optimal unterstützt werden.
  • Produktsuche unterstützt wie keine andere Shop-Funktion beim Kauf und entscheidet deshalb darüber, ob die Customer Experience beim Kauf begeistert oder enttäuscht. 
  • Softwaresysteme liefern den Baukasten für den eCommerce und müssen sich jederzeit an veränderte Anforderungen im Online-Verkauf anpassen können.

Diese drei Bereiche hängen technisch eng zusammen und sollten daher bei der Planung und Umsetzung von eCommerce immer im Kontext betrachtet werden.

1. Produktdaten als Erfolgsfaktor

Produktdaten sind die Achillesferse im eCommerce, der Treibstoff für den Verkaufserfolg. Die Herausforderung für Händler besteht darin, Daten in hoher Qualität für den Online-Verkauf bereitzustellen. Dazu müssen sie systematisch aufbereitet werden.

Die Ergebnisse der Studie

  • Die Aufbereitung der Produktdaten bei der Umsetzung eines Online-Shops ist für Online-Händler aufwändiger als erwartet (54%).
  • Die Aktualisierung der Produktdaten für den Online-Verkauf ist zeitaufwändig (67%).
  • Produktdaten werden in erster Linie manuell aufbereitet und zwar in Excel oder vergleichbaren Tools (38%) oder in PIM-Systems bzw. in eCommerce-Plattformen (38%).
  • Nur knapp die Hälfte der befragten Online-Händler sind mit ihrem Prozess für das Onboarding bzw. das Importieren der Produktdaten zufrieden (47%).

Fazit: Der Aufwand für die Aufbereitung von Produktdaten für einen Online-Shop oder Marktplatz wird systematisch unterschätzt. Nur etwa ein Drittel der Online-Händler haben die Aktualisierung ihrer Produktdaten vollständig automatisiert.

Was bedeutet das für Sie als Online-Händler?

  • Händler, die ihre Daten weiterhin komplett oder teilweise manuell aufbereiten, sollten dafür mehr Zeit und Ressourcen einplanen – je nach Größe des Sortiments und Häufigkeit der Datenlieferungen zusätzlich 15-30%.
  • Bei der Automatisierung des Produktdatenmanagements ist viel Luft nach oben. Mithilfe geeigneter Tools und Services können Prozesse für den Import und die Aufbereitung von Daten deutlich effizienter gestaltet und manueller Aufwand eingespart werden.

eCube hat ein Tool entwickelt, mit dem sich Produktdaten automatisiert und kontinuierlich für den Verkauf aufbereiten lassen. Erfahren Sie hier mehr darüber.


2. Produktsuche ist die Basis

Eine komfortable und intuitive Produktsuche ist entscheidend für den Verkaufserfolg im eCommerce. Käufer erwarten eine intelligente und zuverlässige Unterstützung bei der Recherche.

Die Ergebnisse der Studie

  • Für die Mehrheit der Einkäufer hat die Suchfunktion eine hohe Relevanz (88%).
  • Jeder vierte Online-Shop bietet seinen Kunden keine Suchfunktion an (26%).

Fazit: Auch im B2B eCommerce spielt die Produktsuche eine zentrale Rolle, wenn es darum geht, Kunden beim Kauf optimal zu unterstützen. Google hat die Messlatte für Suchfunktionen gelegt. Dem muss der Online-Handel folgen, wenn er überzeugende Kauferlebnisse bieten will.

Was bedeutet das für Sie als Online-Händler?

  • Mit einer nutzerfreundlichen Produktsuche im Shop können Online-Händler auch heute noch gegenüber einem viertel ihrer Mitbewerber ohne Produktsuche punkten.
  • Eine gute Produktsuche ist auf die Suchgewohnheiten eines durchschnittlichen Nutzers zugeschnitten und lässt sich auch ohne Vorkenntnisse und Erfahrung problemlos bedienen.
  • Sie sollte beispielsweise auch dann hilfreiche Ergebnisse liefern, wenn Käufer die Bezeichnungen von Produkten nicht kennen oder ihr eigenes Vokabular für die Suche verwenden.

Tipp: Lesen Sie dazu die Artikelserie in unserem Blog zum Thema Produktsuche: Teil 1Teil 2


3. Software liefert den Baukasten

Software liefert den Baukasten für den eCommerce. Strukturen und Funktionen müssen sich jederzeit flexibel an veränderte Anforderungen anpassen können. 

Die Ergebnisse der Studie

  • Anpassungen der Standardsoftware wie z.B. die Integration interner bzw. externer Systeme über Schnittstellen verursachen oft höheren Aufwand als erwartet (56%).
  • Die Anbindung von Systemen an den Online-Shop verläuft nur selten ohne Schwierigkeiten (15%)

Fazit: Standardsoftware bietet eine Vielzahl von Funktionen, von denen Online-Händler jedoch oft nur einen Bruchteil für Ihren Verkauf benötigen. Wenn es um die Anbindung an andere Systeme im Unternehmen geht, stößt Standardsoftware schnell an Grenzen. Händler setzen deshalb zunehmend auf modulare Systeme, die sich flexibel an neue Anforderungen anpassen lassen.

Was bedeutet das für Sie als Online-Händler?

  • Monolithische Systeme, die über einen längeren Zeitraum gewachsen sind, lassen sich oft ab einer bestimmten Komplexität nicht mehr ohne Weiteres flexibel anpassen. Geringfügige Anpassungen verursachen dann einen unverhältnismäßig hohen Aufwand.
  • Aus diesem Grund teilt man heute vor allem komplexe Systeme in einzelne Services auf, die bestimmte Aufgaben übernehmen. Serviceorientierte Architekturen ermöglichen ein hohes Maß an Flexibilität in der Entwicklung, denn Services lassen sich jederzeit leicht ergänzen oder ersetzen, wenn neue Anforderungen aufkommen.
  • Händler mit komplexen monolithischen Systemen stehen vor der Herausforderung, diese möglichst im laufenden Betrieb schrittweise zu entflechten und in serviceorientierte Architekturen zu überführen.
  • Händler, die in den eCommerce starten, sollten von Beginn an über ein serviceorientierte Architektur für Ihren eCommerce nachdenken, vor allem, wenn abzusehen ist, dass sich die Anforderungen an den Online-Verkauf regelmäßig verändern.

Tipp: Lesen Sie dazu Kopflos verkaufen? Im Gegenteil, so funktioniert Headless Commerce


Ein Wort zum Thema Digitalisierung

Digitalisierung gehört zu den wichtigsten Motiven für den Online-Verkauf. Dennoch gehen die Meinungen darüber, was Digitalisierung im Unternehmen genau bedeutet, weit auseinander. Im einfachsten Fall werden Prozesse digital abgebildet, mit dem Ziel Effizienz, Qualität und Messbarkeit zu erhöhen. Im Idealfall zielt Digitalisierung im Sinne einer Vernetzung digitaler Vermögenswerte und Fähigkeiten auf die Schaffung von Business Value für Unternehmen ab.

Wir nennen ein solches lebendiges, lernendes und ständig wachsendes Netz von digitalen Assets “Digital Commerce Ecosystem”. eCommerce mit seinen Technologien, Prozessen und Strukturen ist ein integraler Bestandteil davon und sollte deshalb als vollwertiges Profitcenter geführt und mit notwendigen Ressourcen ausgestattet werden. Denn nur so lässt sich das volle Potenzial des Digital Commerce als Beitrag zum Unternehmenserfolg ausschöpfen.


Hier können Sie die vollständige B2B eCommerce 2020 Studie runterladen.

Eine komfortable und intuitive Suchmaschine ist entscheidend für den Verkaufserfolg im eCommerce. Wir geben im ersten Teil unserer Artikelserie einen Überblick über die wichtigsten Arten von Suchanfragen, die eine Produktsuche beherrschen muss.

Produktsuche heute: noch viel Luft nach oben

Laut einer Studie vom Baymard Institute gelingt es über 70% der Online-Händler nicht, den Erwartungen der Käufer an die Einfachheit und Zuverlässigkeit der Produktsuche zu entsprechen. Das hat verschiedene Ursachen, wie die folgenden Ergebnisse der Studie zeigen:

  • 18% der Onlineshops liefern keine zufrieden stellenden Ergebnisse, wenn Suchbegriffe oder Produktnamen falsch geschrieben werden.
  • 70% verlangen von Nutzern, dass sie nach genau dem gleichen Produkttyp suchen, der im Shop verwendet wird. In diesen Fällen bringt beispielsweise eine Suche nach “Fön” keine Ergebnisse, wenn das System “Haartrockner” als Produktkategorie verwendet.
  • 60% unterstützen keine thematischen Suchanfragen wie “Daunenjacke” oder “Bürostuhl”.
  • 22% unterstützen keine Suchanfragen nach einer Farbvariation, obwohl das gesuchte Produkt in mehreren Farben verfügbar ist.
  • 84% behandeln keine Anfragen, die eine Zusatzinformation wie z.B. “billig” oder “hochwertig” enthalten.
  • 60% unterstützen keine Sonderzeichen und Abkürzungen, wie beispielsweise Anführungszeichen für die Einheit Zoll.

Eine intuitive Produktsuche entscheidet über den Verkaufserfolg

Händler haben das erkannt und legen bei der Konzeption ihres Onlineshops besonderen Wert auf eine intelligente Suchfunktion. Der Käufer soll in seinem “natürlichen” Suchverhalten unterstützt werden, statt ihm vorzuschreiben, wie er zu suchen hat oder wie es das System von ihm verlangt. Er soll ganz ohne Vorkenntnisse kaufen können, deshalb sollten selbst komplexe Suchfunktionen selbsterklärend und intuitiv sein.

4 Arten von Suchanfragen, die Onlineshops beherrschen müssen

Erfolgreiche Händler bieten ihren Kunden eine Produktsuche, die sich an deren Suchgewohnheiten orientiert. Sie liefert auch dann hilfreiche Ergebnisse, wenn Nutzer z.B. die genaue Bezeichnung eines Produktes nicht kennen oder ihre Suche durch “eigene” subjektive Attribute verfeinern.

Typische Suchanfragen lassen sich grob in vier Gruppen einteilen:

1. Exakte Suche

Das ist ein häufiger Fall im B2B-Einkauf. Der Kunde sucht nach einem bestimmten Produkt, beispielsweise nach einem Ersatzteil für eine Maschine, das er regelmäßig erneuern muss.

Was auf den ersten Blick wie eine leichte Übung für Suchmaschinen aussieht, ist in der Praxis nicht trivial. Auch wenn sich Nutzer bei der Produktbezeichnung oder der Artikelnummer vertippen, sollte die Produktsuche erkennen, welches Produkt gemeint ist, und das passende Suchergebnis ausgeben können.

In manchen Fällen werden Produkte auch unter verschiedenen Bezeichnungen gehandelt. Auch dann sollte eine Produktsuche erkennen, welches Produkt gemeint ist und hierfür zumindest mögliche Optionen ausgeben.

2. Filtern nach Produkttypen und -eigenschaften

Diese Art der Suche kommt dann vor, wenn es dem Käufer nicht auf das Produkt eines bestimmen Herstellers ankommt oder er sich zunächst nur einen Überblick über das Angebot verschaffen will.

Dafür bietet der Shop unseres Kunden HENKA einen sogenannte Drill-Down-Filter an, mit dem Nutzer sehr einfach durch Produktkategorien und -facetten navigieren können. Mit jedem Klick auf ein Attribut kommt der Nutzer dem gesuchten Produkt schrittweise näher. Darin liegt die Stärke dieser Suchmechanik.

Drill-Down-Filter auf henka.de

3. Freie Suche nach Problemlösungen oder Anwendungen

Am Anfang des Kaufprozesses, des sogenannten “Sales-Funnels”, haben Käufer oft noch keine konkrete Vorstellung von Produkten, sondern suchen ergebnisoffen nach Lösungen für ihre Probleme oder für bestimmte Anwendungen.

Sucht beispielsweise ein KFZ-Mechaniker nach einer Lösung für “Metall bohren”, dann erhält er im Shop unseres Kunden Berner Group Vorschläge für Produktgruppen wie Bohrer, Gewindeschneider oder Schneideisen. Auf dieser Basis kann er seine Suche gezielt verfeinern.

Suche nach Anwendungen auf shop.berner.eu

Tipp: Die Suche nach Problemlösungen oder Anwendungen bietet Händlern die Chance, neben Produkten auch nützliche fachliche Inhalte wie Anleitungen oder Fachartikel anzubieten. Ideen und Anregungen, wie Sie mit Content Commerce einen Mehrwert für Ihre Kunden schaffen, finden Sie unserem Blog-Artikel “Content Commerce im B2B: Hintergrund, Tipps, Beispiele

4. Suche ohne Produktbezug

Auch wenn die Hauptfunktion der Produktsuche im eCommerce darin besteht, relevante Produkte zu finden, sollte sich die Suchmaschine nicht nur auf die Suche im Produktkatalog beschränken. Nutzer suchen nicht selten auch nach Inhalten ohne Produktbezug wie beispielsweise Anleitungen zur Nutzung des Shops, Unternehmensinformationen etc..

Eine möglichst intuitive Suche beinhaltet deshalb auch, dass sich Nutzer keine Gedanken darüber machen müssen, wie sie an solche Inhalte gelangen. Es gilt, eine zentrale Suche für alle Anfragen des Käufers bereitzustellen und die Suchergebnisse entsprechend sinnvoll nach Produkt- und nicht-produktbezogenen Inhalten unterschieden dazustellen.

Qualität der Produktdaten entscheidend

Neben der technischen Funktionalität braucht eine leistungsfähige Suche auch Produktdaten von hoher Qualität. Diese müssen so aufbereitet sein, dass sie die Suchalgorithmen optimal unterstützen. Um dies zu erreichen, werden bei unserem Kunden Henka die Produktdaten für den Online-Verkauf automatisiert angereichert und aufbereitet, wir nennen das Product Data Consolidation.

Videotipp: Mehr über Product Data Consolidation im Shop von Henka erfahren Sie in der Aufzeichnung unseres Webinars mit Projektbericht.

Fazit & Ausblick

Suchmaschinen wie Google haben die Maßlatte für die Produktsuche in Onlineshops hoch gelegt. Auch die Suche nach Produkten in einem Onlineshop muss sich an den Suchgewohnheiten der Nutzer orientieren und dementsprechend einfach und intuitiv sein.

Im nächsten Teil unserer Artikelserie werden wir uns weitere Arten von Suchanfragen in Onlineshops ansehen. Wir zeigen Ihnen welche Anforderungen sich daraus an die Produktsuche im eCommerce ergeben.