Der Blog von eCube bietet Fachwissen und Inspiration speziell für Commerce-Verantwortliche, die sich nicht an Technologie-Hypes orientieren wollen, sondern an dem, was ihr Business nachhaltig voranbringt. Hier gibt es einen Rückblick auf die Top-Themen des Jahres 2021.

Bei jedem Thema, das wir in unserem Blog aufgreifen, geht es uns nicht in erster Linie darum, den neuesten Hype zu bejubeln – vielmehr wollen wir Ihnen aufzeigen, wie Sie die relevanten Trends aufgreifen und wertschöpfend für Ihr Unternehmen umsetzen. Agile Denk- und Arbeitsweisen ermöglichen es, sich auf das wirklich Wesentliche zu konzentrieren. So auch in unserem Blog.

Die Top-Themen im eCube-Blog 2021:

  • Content Commerce: wertstiftende Inhalte als Treibstoff für den Verkauf
  • Digital Commerce Ecosystem: die Blaupause für adaptiven Commerce
  • Technische Frontend-Optimierung: “Perfect Storefront” setzt Maßstäbe
  • Personalisierung im Digital Commerce: der Hebel für bessere Verkaufszahlen
  • “Best of Breed” versus “Best Fit”: Mehrwert statt Technologie-Hype

Unser Angebot für Sie: Zu jedem dieser Themen stehen wir Ihnen sehr gerne mit kompetenter Beratung und von uns moderierten Strategie-Workshops zur Seite.  Alternativ stellen wir Ihnen auch ein “Professional Services” Team zusammen, welches Sie in der Lösung Ihrer Herausforderungen im eCommerce unterstützt.

Content Commerce: wertstiftende Inhalte als Treibstoff für den Verkauf

Was ist Content Commerce? Eine allgemeingültige Definition gibt es nicht. Analog zu “Content Marketing” beraten wir Sie bzgl. einer Strategie, Content Commerce als Unterstützung von Kaufprozessen mithilfe fachlich hochwertiger Inhalte (Fachartikel, Anleitungen, Datenblätter, Videos etc.) im gesamten Kaufprozess – von der Recherche bis zum Kaufabschluss, beeinflussen zu können.

Ziel des Content Commerce ist es, Käufern einen echten Mehrwert zu bieten, sie zu unterstützen und so gegenüber dem Wettbewerb zu punkten. Hochwertige Fachinhalte erweitern das Produktangebot und helfen, Kauferlebnisse zu schaffen, die Kunden als besonderen Service wahrnehmen.

Die Herausforderung für Unternehmen besteht darin, den passenden Content zur richtigen Zeit genau dort bereitzustellen, wo er gebraucht wird. Damit tun sich viele Unternehmen schwer.

Typische Fehler im Content Commerce

Content & Commerce in getrennten Welten: Marketing & Vertrieb arbeiten beim Thema Content Commerce kaum oder gar nicht zusammen.Content Commerce als einmaliges Projekt: Die Planung und Entwicklung von Content wird nicht als fortlaufender Prozess begriffen und betrieben.Content Commerce für das Anbieter-Ego: Die Inhalte orientieren sich nicht am Bedarf der Käufer, sondern folgen eher an eigenen (vertrieblichen) Interessen.
Content Commerce als one-way Kommunikation: Chancen, über Content mit Käufern ins Gespräch zu kommen und mehr über sie zu erfahren, bleiben ungenutzt.Content sich selbst überlassen: Content wird weder auf der eigenen Plattform noch darüber hinaus, in Suchmaschinen, Social Media etc, umfassend vermarktet.Content Commerce mit fremden Federn schmücken:
Viele Unternehmen nutzen aus Mangel an Ressourcen fremde Inhalte und verletzen dabei Urheberrechte.
Content Commerce im fachlichen Blindflug: Content Commerce ohne zu wissen, was Käufer benötigen, um informierte Kaufentscheidungen zu treffen, ist wertlos.Content Commerce ohne Omnichannel-Strategie: Content-Distribution nach dem “One-fits-all”-Prinzip wird den spezifischen Anforderungen unterschiedlicher Kanäle nicht gerecht.Content für Maschinen statt für Menschen: Google & Co. sind wichtig, um Inhalte im Netz zu verbreiten, primäre Zielgruppe sind jedoch (potenzielle) Käufer.

Der Schlüssel zum Erfolg liegt in einer fundierten Content-Strategie, die die Geschäftsziele fortlaufend in einen Plan für die Konzeption, Erstellung und Verbreitung von Inhalten im eCommerce übersetzt. Die Content-Strategie stellt sicher, dass Strukturen, Prozesse und Technologien für den Content Commerce optimal aufeinander abgestimmt sind. 

Unser Angebot für Sie: In unserem Strategie-Workshop entwickeln wir gemeinsam die Content-Strategie für Ihren Content Commerce. Nähere Infos finden Sie hier.

Mehr zum Thema Content Commerce im eCube-Blog:


Digital Commerce Ecosystem: Die Blaupause für adaptiven Commerce

Digitale Geschäftsmodelle brauchen Ökosysteme aus Technologien, Daten und Fähigkeiten, die sich jederzeit flexibel an neue Anforderungen des adaptive Commerce anpassen können.

Ergo: Unternehmen müssen ihr digitales Geschäft neu denken!

  • Weg vom E-Commerce als einmaliges “Projekt”, das nebenbei mit erledigt wird, hin zum Digital Commerce als zentraler Teil der Vertriebsstrategie.
  • Weg von fertigen Systemen, die alle nötigen Funktionen abdecken, hin zu flexiblen Systemen, die sich einfach an neue Anforderungen anpassen lassen.
  • Weg vom Fokus auf Technologie als Treiber von Digitalisierung, hin zu einer konsequenten Orientierung an Wertschöpfung für das Unternehmen.
  • Weg von Datensilos im Unternehmen, hin zu integriertem Datenmanagement, das Kunden- und Produktdaten zu einem Treibstoff für den Verkauf verknüpft.
  • Weg von Kompetenz- und Zuständigkeitsinseln, hin zu interdisziplinäre Teams, die Digitalisierung integriert und strategisch vorantreiben.

Was ist ein Digital Commerce Ecosystem?

Unter Digital Commerce Ecosystem verstehen wir eine dynamische Landschaft aus Technologien, Daten, Strukturen und Fähigkeiten als Antwort auf die Schnelllebigkeit digitaler Geschäftsmodelle. Unternehmen, die über ein Digital Commerce Ecosystem verfügen, sind in der Lage, schneller zu lernen und flexibler auf neue Anforderungen zu reagieren. Ein Digital Commerce Ecosystem ist deshalb weit mehr als ein IT-System.

Die 3 Grundprinzipien von Digital Commerce Ecosystems

  • Fokus auf Wertschöpfung: Agiles Vorgehen orientiert sich immer an Wertschöpfungsketten – Maßnahmen, die den größten Mehrwert bei geringstem Aufwand und Risiko versprechen -, nicht an einzelnen Funktionen oder Technologien.
  • Agile Prinzipien bei der Planung und Umsetzung: “Time to market” ist wichtiger als das “perfekte” Produkt, wenn es darum geht, schnell Feedback im Markt zu bekommen und so nah am konkreten Bedarf wie möglich zu entwickeln.
  • Modulare (adaptive) Architektur: Technologie für den Digital Commerce muss heute so flexibel anpassbar und erweiterbar sein, dass sie Wachstums- und Veränderungsprozesse im Unternehmen jederzeit zuverlässig unterstützt.

Beispiel für eine modulare “headless” Architektur, bei der Frontend und Backend strukturell getrennt sind. Der Datenaustausch erfolgt über API.

Modulare Architektur

eCube unterstützt Sie gerne beim Aufbau und bei der Transformation Ihres Digital Commerce Ecosystems! Hier geht’s zu unseren Strategie-Workshops

Mehr zum Thema Digital Commerce Ecosystems im eCube-Blog:


Technische Frontend-Optimierung: “Perfect Storefront” setzt Maßstäbe

Online-Käufer sind anspruchsvoll. Das Schaufenster eines Shops sollte deshalb “perfekt” sein. Deshalb haben wir das Konzept der “Perfect Storefront” entwickelt, das Unternehmen dabei unterstützt, das “Frontend” ihres Online-Shops technisch fortlaufend zu optimieren.

Was steckt hinter “Perfect Storefront”?

Die “Storefront” – das digitale Schaufenster – umfasst alle Seiten eines Online-Shops, die zum Käufer gerichtet sind, also Kontaktpunkte auf der Kundenreise (Touchpoints) wie beispielsweise die Startseite, Produktdetailseiten, Produktlisten, Kategorieseiten und viele mehr. “Perfect Storefront” beschreibt das Ideal einer optimalen Verkaufsfläche, die den Kauf bestmöglich unterstützt.

Wichtig: Unser Konzept der “Perfect Storefront” soll nicht nur für optimale Kauferlebnisse im Online-Shop und damit für größeren Verkaufserfolg sorgen, sondern es legt auch die Basis für die erfolgreiche Vermarktung von Produkten und Inhalten über Suchmaschinen (SEO).

Headless Commerce für mehr Flexibilität in der Frontendoptimierung

So wie die Regeln für die Suchmaschinenoptimierung sind auch die Erwartungen und das Verhalten von Online-Käufern an den Online-Verkauf fortlaufend im Fluss. Deshalb muss ein Online-Shop heute sehr flexibel auf Veränderungen reagieren können, um dauerhaft wettbewerbsfähig zu bleiben.

Nicht ohne Grund geht der Trend im Bereich der Digital-Commerce-Technologie weg von monolithischen Komplettsystemen, die alle Funktionen und Inhalte eines Online-Shops in einem Softwarekomplex vereinen. Die Zukunft gehört vielmehr modularen Systemen, die sich aus einer Vielzahl von funktionalen Einheiten (Services) zusammensetzen und flexibel an neue Anforderungen anpassen lassen. Die Basis dafür bilden serviceorientierte Architekturen (SOA).

“Headless-Commerce”-Plattformen gehen einen Schritt weiter und entkoppeln die Präsentationsschicht (Frontend – was der Kunde “sieht”) von der Funktions- und Datenschicht (Backend – was im Hintergrund geschieht). Das hat vor allem den Vorteil, dass Anpassungen und Erweiterungen im Rahmen einer technischen Frontendoptimierung ohne Auswirkungen auf das Backend eines Shops möglich sind, die in ihrem Ausmaß und Risiko schwer kalkulierbar sind.

Mehr zum Thema technische Frontend-Optimierung im eCube-Blog:


Personalisierung im Digital Commerce: der Hebel für bessere Verkaufszahlen

Die Personalisierung von Shop-Inhalten und -Funktionen ist ein Top Trend im Digital Commerce. Personalisierte Kauferfahrungen schaffen wertvolle Wettbewerbsvorteile in gesättigten Märkten. Wir geben einen Überblick über Anwendungen und Prinzipien.

Wie wir Personalisierung im B2B E-Commerce verstehen:

“Daten, Inhalte und Technologien systematisch einsetzen, um Kauferlebnisse zu schaffen, die sich dynamisch an Bedarf und Verhalten des einzelnen Käufers ausrichten – und zwar an allen Touchpoints entlang des gesamten Kaufprozesses (onsite/offsite).”

Ein solch systematischer Ansatz bedeutet nicht, dass Personalisierung eine riesige Inititative sein muss, die viel Zeit und Ressourcen kostet. Unter systematisch verstehen wir eher einen iterativen Prozess, Personalisierung schrittweise aufzubauen, angefangen bei ausgewählten Ansätzen, die eine möglichst große Wertschöpfung bei geringem Aufwand und Risiko erreichen.

Beispiele für Personalisierung von Content & Funktionen in einem B2B Online-Shop (onsite)

Personalisiertes Kauferlebnsi

Entscheidend für erfolgreiche Personalisierung im B2B-E-Commerce ist eine Daten- und Technologiestrategie, die sich systematisch an Ihren Zielen (und Möglichkeiten) orientiert.

Wenn Sie tiefer in das Thema einsteigen wollen, nehmen Sie gern mit uns Kontakt auf und wir erarbeiten gemeinsam in einem Workshop die Optimierung Ihres E-Commerce.

Mehr zum Thema Personalisierung im eCube-Blog:


“Best of Breed” versus “Best Fit”: Mehrwert statt Technologie-Hype

Best of Breed – das Kombinieren von bestmöglichen IT-Lösungen für bestimmte Geschäftszwecke – erlebt in Zeiten von Headless und Composable Commerce eine Renaissance. Falsch verstanden führt dieser Ansatz jedoch häufig zu falschen Prämissen in der Technologie-Strategie. Hier kommt unser “Best-Fit”-Ansatz ins Spiel.

Best of Breed ist nicht neu – die Idee, die “besten” IT-Lösungen für einzelne Geschäftszwecke und strategische Ziele in Unternehmen zu kombinieren, existiert vermutlich schon solange sich Systeme und Software-Komponenten über Schnittstellen vernetzen lassen. Diskussionsbedarf besteht in der Fachwelt bei der Frage, was “Best” in Best of Breed genau meint: Eine Lösung, die im Markt als die beste gilt? Oder eine Lösung, die unabhängig davon, am besten geeignet ist, ein spezifisches Problem in einem Unternehmen zu lösen? Dementsprechend kursieren hier zwei Interpretationsansätze.

Wichtig: Die Lösung, die als Best of Breed im Markt gilt, ist nicht per se die beste Lösung, um spezifische Probleme im Unternehmen zu lösen oder strategische Ziele zu erreichen.

Best Fit: Fokus auf individuelle Problemstellung & Wertschöpfung

Um Fehlinterpretationen und Fehlentscheidungen zu vermeiden, unterstützen wir Digital-Commerce-Verantwortliche dabei, die Frage nach der besten Lösung für einen bestimmten Geschäftszweck nicht vom Markt her (Best of Breed), sondern aus Sicht des eigenen Unternehmens (Best Fit) zu beantworten.

Wie ermittelt man den Best Fit? – kurze Checkliste

  • Keine Lösung, ohne das Problem verstanden zu haben. Das Ziel: Problem primär innerhalb des Problembereichs “lösen”, nicht innerhalb des Lösungsbereichs.
  • Verschiedene Lösungsvorschläge berücksichtigen. Analyse und Suche nicht voreilig auf eigene Favoriten oder “Vorgaben” der Wettbewerber beschränken.
  • Lösungskandidaten in die engere Wahl nehmen und prüfen. Verfügbare Informationen kritisch studieren und verstehen.
  • Hintergründe und Motivation hinter einer Lösung verstehen, z.B. den historischen Kontext, in dem die in Frage kommende Lösung entworfen und entwickelt wurde.
  • Vorteile und Nachteile kritisch abwägen, z.B. im Kontext der Frage, welche Intitiative zurückgestellt würden, um die priorisierte Lösung zu realisieren?
  • Favorisierte Lösung kritisch reflektieren. Nüchtern und objektiv darüber nachdenken, wie gut diese Lösung zum konkreten Problem passt.

Mehr dazu in dem sehr lesenswerten Artikel “You Are Not Google” von Oz Nova, Gründer der Bradfield School of Computer Science.

Fazit: Erst wenn absolute Klarheit über die Problemstellung und mögliche Lösungsoptionen besteht, kann eine valide Entscheidung für eine Technologie getroffen werden, denn Best Fit definiert sich nicht danach, was objektiv im Markt als “das Beste” gilt, sondern was im Einzelfall das Beste für das Unternehmen ist.

Mehr zum Thema “Best Fit” im eCube-Blog: