eCube Blog
Rund um eCommerce

eCube wächst und geht neue Wege. Unsere Mitarbeiter durchlaufen dabei eine vielzahl aufregender Projekte am digitalen Puls der Zeit. Die aktuellsten und interessantesten Themen können Sie in unserem Blog nachlesen und uns so auf der spannenden Reise durch modernste eCommerce- Lösungen begleiten.

Fragen und Antworten zu Product Data Consolidation im B2B E-Commerce

Autor: Joachim Uhrlass | Kommentare: 0 | Datum: 7. Juni 2018

Der Verkaufserfolg im E-Commerce steht und fällt mit der Präsentation der angebotenen Produkte und damit auch mit der Qualität der bereitgestellten Produktdaten. Product Data Consolidation (PDC) erweitert das klassische Product Information Management um Mechanismen für die laufende Verbesserung der Qualität von Produktdaten. Ziel ist es, ein selbstoptimierendes System zu etablieren, das die Datenqualität so weit wie möglich automatisiert kontrolliert und verbessert.

Warum ist die Qualität der Produktdaten für den Verkaufserfolg im E-Commerce so wichtig?

„In der Tendenz ist der persönliche Kontakt erst relevant, nachdem sich der Einkäufer bereits online über die möglichen Lieferanten informiert hat,” erklärt Peter F. Schmid, CEO von „Wer liefert was.“ Das bedeutet in der Praxis, dass Produkte im Online-Shop oder auf einem Marktplatz selbsterklärend sein müssen, um potenzielle Käufer zu überzeugen. Je besser die Qualität der Produktinformationen, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Geschäftskunde sich zum Kauf entscheidet. Die Qualität der Produktdaten entscheidet auch darüber, ob ein Käufer schnell und komfortabel die Produkte findet, nach denen er sucht. Denn wichtige Funktionen wie Produktsuche bzw. Produktfilter im Shop bringen nur dann den gewünschten Nutzen, wenn die Produktdaten diese Funktionen optimal unterstützen.

Produktdaten spielen auch für die Datenverarbeitung eine bedeutende Rolle. Denn wo riesige Mengen an Daten verarbeitet werden, stößt das manuelle Verwalten an Grenzen. Deshalb versuchen Händler das Produktdaten-Management so weit wie möglich zu automatisieren. Und auch hier spielt die Qualität der Daten eine entscheidende Rolle: Denn die Automatisierungslösungen verarbeiten die Produktdaten anhand von Regeln: Sie entscheiden mittels bestimmter Kriterien wie beispielsweise der Zuordnung zu einer Produktkategorie, einer Preisklasse oder ähnliches, wie Produkte im Shop präsentiert werden. Je besser die Qualität der Produktdaten, desto eher führt die Automatisierung der Datenverarbeitung zum gewünschten Ergebnis.

Was versteht man unter Product Data Consolidation?

PDC steht für die systemgestützte, kontinuierliche Optimierung der Qualität und time-to-market von Produktdaten und der dafür benötigten Ressourcen mittels Lean-Konzepten, höchstmöglicher Automatisierung und Maximierung der Effizienz. Dies wird erreicht durch:

1. größtmögliche Automatisierung der Verarbeitung von Produktdaten,

2. komplett regelbasierte Produktdatenverarbeitung,

3. kontinuierliche Verbesserung von Regeln und Prozessen im Produktdaten-Management.

Im letzten Punkt kommt die Idee eines „Lean Data Management“ ins Spiel, das darauf abzielt, die Dateninfrastruktur und -prozesse und damit auch die Qualität der Daten selbst laufend zu verbessern. Systeme, die nach diesen Prinzipien arbeiten, sind in der Regel so agil, dass sie flexibel auf Veränderungen – etwa in der Systemarchitektur oder aber in den Datenströmen – reagieren können.

Was ist der Unterschied zwischen Product Data Consolidation und Product Information Management?

Product Data Consolidation erweitert das klassische Product Information Management um Mechanismen für die laufende Verbesserung der Qualität von Produktdaten. PDC ist somit eine logische Weiterentwicklung des PIM, wie der folgende Vergleich zeigt:

Product Information Management

Product Data Consolidation

Sicherung der Datenqualität

Manuelle Workflows Automatisierte Quality-Gates

Verbesserung der Datenqualität

Manuelle Pflege Regelbasierte Optimierung

Time-To-Market

Abhängig von der Dauer der manuellen Bearbeitung Kontinuierlich und unmittelbar

Personal-Einsatz

Quantitätsabhängig Qualitätsabhängig

Tabelle: PIM und PDC im Vergleich

Warum reicht PIM häufig nicht aus, um die Qualität von Produktdaten im Online-Shop sicherzustellen?

Viele Händler tun sich schwer damit, ihre Produktdaten für das E-Commerce aufzubereiten. Zwar betreibt etwa jeder Zweite eine voll-automatisierte Produktaktualisierung in seinem Shop-System. Automatisierung allein reicht jedoch nicht aus, um Produktdaten von ausreichender Qualität für den Online-Verkauf bereitzustellen. „Immer wieder erleben wir bei E-Commerce-Projekten, dass die Qualität der vorliegenden Produktdaten für den Online-Handel schlicht weg nicht ausreichend ist. Eine Aufbereitung und Anpassung an die Anforderungen des E-Commerce ist hier meist unabdingbar,“ erläutert Georg Wittmann, Research Director bei ibi research an der Universität Regensburg. Neben dem automatisierten Product Information Management braucht es also weitere Funktionen im Online-Shop, die dafür sorgen, dass Produktdaten laufend aufbereitet und in der richtigen Form bereitgestellt werden können. Hier kommt die PDC ins Spiel.

Wie werden Produktdaten durch Product Data Consolidation kontinuierlich verbessert?

Product Data Consolidation ist kein einmaliger Vorgang, sondern als laufender Prozess zu verstehen, in dem die Qualität, Regeln und Abläufe in der Datenverarbeitung laufend analysiert und optimiert werden. Grundlage hierfür ist ein Zyklus, der den Prozess des Lernens und Optimierens in vier Phasen unterteilt. Das folgende Beispiel zeigt diesen Zyklus für eine typische Problemstellung im Produktdaten-Management.

Welche Rolle spielt die Konsolidierung der Produktdaten im Multi-Channel-Verkauf?

Durch Product Data Consolidation werden Produktdaten fortlaufend aufbereitet und veredelt. Und zwar passend für alle Kanäle, über die Datenströme ein- bzw. ausgeleitet werden sollen. Das Channel-Management ist deshalb ein integraler Bestandteil des PDC und umfasst im Wesentlichen vier Aufgabenbereiche: das Einlesen von Produktdaten, das Identifizieren, die Auswahl und Anreicherung der Daten, sowie das Ausliefern und Veröffentlichen im Online-Shop oder Marktplatz. Alle Aufgabenbereiche zusammen bilden einen in sich geschlossenen Channel-Management-Prozess.

Weitere Fragen?

Wir hoffen, dass wir auch Ihre Fragen zum Thema Product Data Consolidation beantworten konnten. Sollten noch Fragen offen geblieben sein, werfen Sie einen Blick in unser kostenloses Whitepaper oder rufen Sie uns an.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


Pin It on Pinterest