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Multi Channel im eCommerce: Die Qualität Ihrer Produktdaten entscheidet über den Verkaufserfolg

Autor: Joachim Uhrlass | Kommentare: 0 | Datum: 23. Januar 2018

Wo persönliche Verkaufsberatung fehlt, müssen Produkte für sich selbst sprechen. Das gilt nicht nur Ihrem eigenen Online-Shop, sondern besonders dann, wenn Sie Ihre Produkte über verschiedene Kanäle vertreiben. Hier entscheidet die Qualität der angebotenen Produktinformationen wesentlich über Ihren Verkaufserfolg. Erfahren Sie im Folgenden, wie Sie Ihr Produktdaten-Management durch Product Data Consolidation fit für den Multi-Channel-Verkauf machen.

Multi-Channel im B2B auf dem Vormarsch

Nach einer aktuellen Studie von „Wer liefert was“ beziehen Geschäftskunden heute Produkte vor allem über den Direktkontakt (59,4 Prozent), Online-Shops (53,4 Prozent) und Marktplätze (45,9 Prozent). Dabei nutzen viele nicht nur eine Bezugsquelle sondern mehrere. Dementsprechend wächst für Anbieter die Bedeutung des Themas Multi Channel im E-Commerce. „In der Tendenz ist der persönliche Kontakt erst relevant, nachdem sich der Einkäufer bereits online über die möglichen Lieferanten informiert hat.” – Peter F. Schmid, „Wer liefert was“ Das bedeutet in der Praxis, dass Produkte im Online-Shop oder auf einem Marktplatz selbsterklärend sein müssen, um potenzielle Käufer zu überzeugen. Je besser die Qualität der Produktinformationen, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Geschäftskunde sich zum Kauf entscheidet. Darin liegt für viele Händler eine große Herausforderung, denn der digitale Handel stellt andere Anforderungen an Produktdaten als der klassische Handel.

Schwachpunkt Produktdatenqualität

Viele Händler tun sich schwer damit, ihre Produktdaten für das E-Commerce aufzubereiten. Zwar betreibt etwa jeder Zweite eine voll-automatisierte Produktaktualisierung in seinem Shop-System. Automatisierung allein reicht jedoch nicht aus, um Produktdaten von ausreichender Qualität für den Online-Verkauf bereitzustellen. „Immer wieder erleben wir bei E-Commerce-Projekten, dass die Qualität der vorliegenden Produktdaten für den Online-Handel schlicht weg nicht ausreichend ist. Eine Aufbereitung und Anpassung an die Anforderungen des E-Commerce ist hier meist unabdingbar.“ – Georg Wittmann, ibi research Neben dem automatisierten Produktdaten-Management oder auch Product Information Management, kurz PIM, genannt braucht es also weitere Funktionen im Online-Shop, die dafür sorgen, dass Produktdaten laufend aufbereitet und in der richtigen Form bereitgestellt werden können. Hier kommt die Product Data Consolidation, kurz PDC, ins Spiel. PDC ist die systemgestützte, kontinuierliche Optimierung der Qualität und time-to-market von Produktdaten und der dafür benötigten Ressourcen mittels Lean-Konzepten, höchstmöglicher Automatisierung und Maximierung der Effizienz. Lesetipp: Eine kurze Einführung in das Thema Product Data Consolidation finden Sie hier.

Wie PDC Ihren Multi-Channel-Verkauf unterstützt

Product Data Consolidation erweitert das klassische Product Information Management (PIM) um Mechanismen für die laufende Aufbereitung und Veredelung von Produktdaten. Und zwar passend für alle Kanäle, in die die Daten für den Verkauf ausgeliefert werden sollen. Das Channel-Management ist ein integraler Bestandteil des PDC und umfasst diese vier Aufgabenbereiche: das Einlesen von Produktdaten, das Identifizieren, die Auswahl und Anreicherung der Daten, sowie das Ausliefern und Veröffentlichen im Online-Shop oder Marktplatz. Alle Aufgabenbereiche zusammen bilden einen in sich geschlossenen Channel-Management-Prozess.

Die vier Aufgabenbereiche des Channel-Managements

  1. Ingest: Die Produktdaten werden zunächst verlust- und wertungsfrei über standardisierte Schnittstellen eingelesen. Erfüllt der eingelesene Datensatz die Anforderungen an ein definiertes Format, wird er als potentielles Produkt akzeptiert und in eine vereinheitlichte Form übertragen.
  2. Identify: Auf dieser Basis wird im nächsten Schritt ein Regelwerk angewendet, das individuell definiert und jederzeit flexibel optimiert werden kann. Als sogenannter Identifizier dient hier z.B. eine SKU oder EAN, die das Produkt eindeutig und global klassifiziert. Jede Änderung des Regelwerks wird im System automatisch protokolliert und versioniert, sodass diese jederzeit nachvollzogen werden können.
  3. Select: Anhand der Produktklasse werden weitere klassenspezifische Regeln zur Anreicherung der Detailinformationen des Produktes angewandt, um beispielsweise eine einheitliche Formatierung des Produkttitels oder von Maßeinheiten in der Produktbeschreibung zu erreichen. Auch werden unvollständige Datensätze herausgefiltert und als fehlerhaft markiert.
  4. Publish: Erfüllt das Produkt alle Anforderungen, wird es je nach Bedarf veröffentlicht oder zunächst zur Vorschau und Prüfung freigegeben. Auf Basis der Fehlerinformation zu jedem Produkt und der Produktvorschau, wird gegebenenfalls das Regelwerk und Filter angepasst, bis die Qualität der Daten für das Publizieren im Shop stimmt. Abschließend werden die Daten in unterschiedliche Formate und Kanäle ausgeliefert.
Der gesamte Channel-Management-Prozess ist als Zyklus zu verstehen, der dem PDCA-Prinzip, folgt. Der Vorteil dieses Optimierungszyklus besteht darin, dass das Produktdaten-Management jederzeit flexibel auf Veränderungen in der Datenqualität reagieren kann, beispielsweise wenn neue Datenquellen hinzukommen oder sich die Datenstruktur ändert. Die Idee dahinter entspricht dem Lean-Prinzip für die iterative Entwicklung und Optimierung von Produkten.

Fazit

Das Produktdaten-Management muss heute ein Nutzererlebnis auf unterschiedlichen Kanälen sicherstellen. Product Data Consolidation erweitert das klassische PIM, indem es zusätzliche Funktionen für die automatisierte Aufbereitung und Auslieferung in verschiedene Kanäle zu einem selbstoptimierenden System verknüpft. Lesetipp: Weitere Informationen und ein Praxisbeispiel zu Product Data Consolidation erfahren Sie in unserem kostenlosen Whitepaper.

 

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